Kreative Workshops

von Frauen* für Frauen* aus aller Welt

Herzlich willkommen im machwerk Winterthur


Durch das Projekt mach-mit verbinden sich Frauen aus aller Welt selbstorganisiert.
Gemeinsame kreative Tätigkeiten schaffen Raum für interkulturellen Austausch.

 
mach-mit organisiert verschiedene Workshops, in denen sich Frauen gegenseitig weiterbilden, 
ihr KnowHow teilen und vermitteln. 
Bei mach-mit engagieren sich Frauen aus aller Welt freiwillig für gesellschaftlichen Zusammenhalt, Respekt und Vielfalt.

Kreativtreff für Frauen

An bestimmten Sonntagen findet von 13-17 Uhr der mach-mit-Kreativtreff von und für Frauen aus aller Welt statt, in einer Werkstatt des machwerks Winterthur.

Kosten: Kollekte

Kinder sind willkommen

Kinder sind während der mach-mit Kreativtreffs willkommen, denn alle Frauen sollen teilnehmen können.
Ab 2021 gibt es keine Extra-Kinderbetreuung mehr. Wir helfen uns gegenseitig und solidarisch.

Presse - Workshops

Frauen teilen und vermitteln ihr KnowHow in Sachen Öffentlichkeitsarbeit: Radio machen, Social Media nutzen, sich vernetzen, Communities aufbauen, kurze Filme drehen etc. stehen auf dem Programm für 2021! mach mit ;-)


Warum, wieso? 

 

Warum heisst das Projekt "mach-mit"? 

"Mitmachen" ist ein anderes Wort für Partizipation. Es bedeutet, ein aktiver Teil zu sein der Gesellschaft. Um von der Gesellschaft gesehen zu werden, muss frau mitmachen. Das Projekt mach-mit möchte, dass Frauen aus aller Welt zeigen, was sie können. Bei den Angeboten von mach-mit teilen Frauen ihr KnowHow mit anderen Frauen. Wissen und Können wird weitergegeben. Deshalb haben wir bei der Gründung den Namen "mach-mit" gegeben: Es ist eine Ermutigung und ein Aufruf, sich zu engagieren und zu zeigen. 

Weiter unten gibt es mehr Fragen und Antworten.

Von Frauen für Frauen

Möchten Sie Ihr Wissen und Können mit anderen Frauen teilen?

Mehr Fragen und Antworten zum Projekt mach-mit:

Wo wohnt "mach-mit"? 

Das Zuhause von mach-mit ist das machwerk. Ein Werkstatt-Haus im Herzen von Winterthur: Am Lagerplatz 13, gleich neben dem Eingang zum Skillspark. Im machwerk ist alles da zum selber machen, sich zu begegnen und auszutauschen. 

Wie kann man sich das machwerk vorstellen?

Im machwerk gibt es verschiedene Werkstätten, Ateliers und Räume für Begegnung. 8 Vereine - oder anders gesagt ca. 30 Menschen verschiedenen Alters -  kümmern sich um eine vielseitige Infrastruktur. Es gibt Tische, Maschinen, Werkzeuge und viele Materialien, die zum selber machen einladen. Freiwillige Profis beraten in Kursen und in Offenen Werkstätten, damit verschiedene Menschen schreinern, nähen, siebdrucken, töpfern, malen, zeichnen und fotografieren können. Neben dem Handwerk und dem Selber Machen geht es immer auch um Begegnung und Austausch.

Warum engagieren sich so viele Menschen freiwillig im machwerk? 

Allen, die das machwerk 2014 gegründet haben und seither mitmachen, ist es wichtig, dass Menschen miteinander reden statt übereinander. Das gemeinsame tätig Sein oder zusammen etwas organisieren bietet eine gute Grundlage, um sich mit unterschiedlichen Menschen zu treffen und auszutauschen. Beim kreativen Tun muss und will man immer neue Lösungen suchen. Dabei ist es hilfreich, wenn man sich mit verschiedenen Menschen berät. So kommen mehr Perspektiven und Erfahrungen zusammen. Dafür setzen sich alle freiwillig Engagierten im machwerk ein. Das machwerk ist so auch ein Freiraum für ein Miteinander und für neue Lösungen. 

Ist mach-mit auch ein Verein?

Noch nicht! Im Moment ist mach-mit ein Projekt des machwerks. Es ist aber denkbar, dass die engagierten Frauen einen Verein gründen. 

 

Welche Angebote sind nur für Frauen, wann sind auch Männer willkommen? 

Die Kreativtreffs und Weiterbildungen sind den Frauen vorbehalten. Bei den Ausflügen sind alle willkommen. 

 Warum ist mach-mit nur für Frauen? 

Bei der Geburt von mach-mit 2015 haben wir gemerkt, dass das machwerk ein perfekter halböffentlicher Ort ist für Frauen. Es ist nicht für alle Frauen selbstverständlich, sich in öffentlichen Räumen zu bewegen. Öffentliche Räume sind an vielen Orten dieser Welt den Männern vorbehalten. Deshalb sind sich viele Frauen nicht gewöhnt, sich in öffentlichen Räumen aufzuhalten. In der Schweiz wird von Frauen erwartet, dass sie sich genauso wie Männer in öffentlichen Räumen behaupten. Das muss zuerst einmal geübt werden. Frau muss erfahren können, dass sie im öffentlichen Raum erwünscht ist, dazugehört und sich zeigen darf. Wenn im machwerk eine Veranstaltung von mach-mit stattfindet, gehört das obere Stockwerk des machwerks den Frauen. Das hat nichts mit Männerfeindlichkeit zu tun. Übrigens hat mach-mit inzwischen auch Angebote für die ganze Familie, wo Männer herzlich willkommen sind. 

Gibt es auch etwas für Kinder?

Früher gab es viele Kinderworkshops und immer auch Kinderbetreuung während den Workshops für Frauen. Seit 2021 konzentrieren wir uns auf Kurse für Frauen. Kinder sind willkommen. Alle Frauen sollen teilnehmen können, auch wenn sie ihre Kinder betreuen müssen. Keine Frau soll zuhause bleiben müssen wegen der Kinder. Es wird von allen Frauen ein solidarisches Miteinander erwartet, auch bei der Kinderbetreuung.

Was heisst "von Frauen für Frauen aus aller Welt, von hier und dort"?

Damit ist gemeint, dass bei mach-mit Frauen Frauen aller Herkunft willkommen sind. Frauen, die erst gerade in die Schweiz migriert sind oder Frauen, die schon lange oder schon immer in Winterthur leben. mach-mit vertritt die Haltung, dass Kultur nicht etwas Beständiges ist, sondern sich immer weiterentwickelt durch und mit allen, die mitmachen. Dieses Konzept nennt sich auch Interkultur oder Transkultur.

mach-mit wird von der Fachstelle Integration der Stadt Winterthur finanziert. Wie ist das Wort Integration bei mach-mit zu verstehen?

Das Wort ist tatsächlich etwas belastet. Es gibt Menschen, die Integration noch immer als Anpassung verstehen. Sie gehen davon aus, dass es eine Schweizer Kultur gibt, an die man sich anpassen muss und kann. Fragt man aber Menschen, die schon lange in der Schweiz leben, was typisch schweizerisch ist, merkt man schnell, dass es nur wenige gemeinsame Nenner gibt. mach-mit ist es deshalb wichtig, die Möglichkeiten der Schweiz aufzuzeigen. Eben zum Beispiel, dass frau mitmachen darf und soll. Wenn frau als Migrantin in der Schweiz lebt, erfährt sie oft keine sehr willkommenheissende Haltung oder Ermutigung. Es heisst, du kannst erst mitmachen, wenn du besser Deutsch (oder französisch oder italienische oder rätoromanisch) sprichst. Leider gehen so die Fähigkeiten, Wünsche, Ideen und schliesslich auch das Selbstvertrauen von Migrantinnen verloren. mach-mit versteht deshalb Integration als Ermutigung, dass frau sich zeigt und teilnimmt am kulturellen und gesellschaftlichen Leben, und hoffentlich immer mehr auch zur politischen Teilhabe zugelassen wird.

Wie erfahren Frauen aus aller Welt von mach-mit?

Es gibt viele Möglichkeiten. In den Winterthurer Bibliotheken liegen Flyer auf. Wir haben eine Website mit den aktuellen Angeboten. Schlüsselpersonen informieren Frauen über die Angebote bei mach-mit, z.B. bei Femmes Tischen, im Familienzentrum, im Café International oder in Deutschkursen. Am besten ist es, wenn Frauen, die das Projekt schon kennen, ihre Freundinnen, Nachbarinnen oder die Mutter einer Schulfreundin des eigenen Kindes mitnehmen. Social Media spielen dabei eine wichtige Rolle. Deshalb möchte mach-mit dieses Jahr besonders darin investieren, dass die Frauen über ihre eigenen SocialMedia Kanäle von ihren Erfahrungen bei mach-mit erzählen, diese mit ihrer Community teilen und so immer mehr Frauen die Möglichkeiten von mach-mit kennen und mitmachen.

Was ist neu bei mach-mit?

Früher gab es vor allem die Kreativtreffs, in denen Frauen kunsthandwerkliches KnowHow teilten. Da die Treffleiterinnen das Projekt mitgestalten, entstehen neue Ideen und Gefässe. Seit 2020 gibt es die Ausflüge, die trotz Pandemie stattfinden konnten. Aktuell läuft das Presseprojekt auf Hochtouren: Frauen aus aller Welt bereiten ihre Integrations-Erfahrungen und Forderungen auf, in Radiosendungen, kurzen Filmen für SocialMedia und schliesslich auch schreibend in einer kleiner Zeitung, die Ende Jahr gedruckt werden soll.

Wer ist verantwortlich für mach-mit?

Gute Frage! Sabine übernimmt für den Verein machwerk die Hauptverantwortung für das Projekt. Sie schreibt die Gesuche, beschafft die finanziellen Mittel, reserviert die Räume, organisiert und koordiniert zusammen mit den engagierten Frauen die verschiedenen Angebote. Verantwortlich sind schliesslich alle Frauen, die mitmachen, weil sie eine Stimmung verbreiten, ein Miteinander leben und gestalten. Mach-mit geht nur zusammen und miteinander. Es braucht immer wieder gegenseitige Ermutigung und gemeinsame Erlebnisse, um zu wissen, dass frau auf dem richtigen Weg ist. Gerade in Pandemiezeiten, wenn sich die meisten Menschen in ihre Privaträume zurückziehen, Ängste zunehmen und das übereinander Reden wieder häufiger wird als das miteinander Reden.

Wie kann frau mitmachen?

Es gibt viele Formen, mitzumachen. Die einfachste ist, an einem Workshop oder Ausflug teilzunehmen. Eine weitere Form ist, anderen Frauen von den Angeboten zu erzählen, sie an ein weiteres Angebot mitzunehmen. Zum engeren Team gehört frau, wenn sie z.B. einen Treff leitet, einen Workshop oder Ausflug durchführt und an den Planungstreffen teilnimmt. Es gibt auch Frauen, die Geld spenden oder etwas backen. Mitmachen ist vielseitig. Jede macht, was sie kann.

Was profitieren Frauen davon, wenn sie sich für mach-mit engagieren?

Sich für etwas Sinnvolles zu engagieren, lohnt sich immer. Es steigert den Selbstwert und auch das gesellschaftliche Ansehen. Bei mach-mit darf und soll frau sich einbringen, ihre Meinung vertreten, für sich einstehen und anderen Frauen empathisch begegnen. Neben diesem Übungsfeld für soziale Kompetenzen – die die meisten Frauen von sich aus schon in grossem Masse mitbringen – bietet mach-mit auch die Möglichkeit, als Fachperson für ein Thema gesehen zu werden oder etwas ausprobieren zu können. Mach-mit stellt Einsatzbestätigungen für freiwilliges Engagement aus. Diese Einsatzbestätigungen können in einem Bewerbungsverfahren hilfreich sein, weil sie zeigen, dass frau sich für etwas Sinnvolles engagiert und Erfahrungen in ausserfamiliären Bereichen mitbringt. Zudem profitieren Frauen von gratis Weiterbildungen und nicht zuletzt von der Vernetzung und dem Austausch mit anderen Frauen.

Warum sollen Frauen bei mach-mit dabei sein und nicht bei einer grösseren und professionelleren Organisation?

Mach-mit ist keine Konkurrenz, sondern eine Ergänzung. Weil mach-mit so klein ist, gibt es hier noch viel auszuprobieren und es bieten sich mehr Freiräume als bei grösseren Organisationen. Frau muss aber auch viel selbständiger sein bei mach-mit, weil wenig Ressourcen für eine enge Begleitung vorhanden sind. Wer professionell begleitet werden möchte, ist bei den grösseren Organisationen besser aufgehoben. Im machwerk gilt eben immer SELBER MACHEN. Frauen, die gerne selber machen und selbständig sind, sind bei mach-mit genau richtig. 


 

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